Filmforum

Das Filmforum pausiert derzeit

Das Filmforum findet an jedemzweiten und vierten Mittwoch im Monat um 19 Uhr in der Kreutzigerstraße 18 in Berlin-Friedrichshain statt.

Interessierte Mitglieder und FreundInnen unseres Vereins sind herzlich eingeladen; der Eintritt ist frei.


Das Filmforum im Verein zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt e.V. ist ein Freizeit- und Kontaktangebot für Menschen mit psychischen Krisen, für Menschen, die durch psychische Krisen gegangen sind, sowie für Menschen, die bei Krisenbewältigungen helfen können und wollen. Natürlich steht das Zeigen von Filmen im Vordergrund. Das Programm des Filmforums entsteht aus konkreten Vorschlägen, die von den Teilnehmern gemacht werden, oder aber aus der Konzeption von Filmreihen zu einem bestimmten Themenausschnitt oder Kontext, der die Teilnehmer beschäftigt. Es besteht bewusst kein Unterschied zwischen Teilnehmenden und Organisatoren, wenn es darum geht, die Konzeption einer Filmreihe ins Werk zu setzen. Jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat treffen sich die Forumsfreunde in den Räumen der Kreutzigerstraße 18, 10247 Berlin-Friedrichshain, also in Mitte.

Das Filmforum ist ein Angebot für Mitglieder und FreundInnen des Vereins zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt e.V. Der Verein führt es in Kooperation mit Für alle Fälle e.V. durch.

Das Filmforum ist kostenfrei. Geld-Spenden in selbstgewählter Höhe, aber auch Knabbereien für alle oder gar Getränke sind freilich herzlich willkommen. Leider sind von Psychiatrisierung Betroffene zumeist keine Großverdiener. Deshalb halten wir ein solches Freizeit-Angebot für einen wichtigen Beitrag zum Kampf gegen soziale Isolation.

Im Filmforum trifft sich keine feste Gruppe. Um hier dazu zu gehören, ist es nicht notwendig, jedesmal zu erscheinen. Es ist möglich, später zu kommen, nur zum Film oder auch nur zur Diskussion am Ende, alle haben die freie Wahl der Entscheidung, was sie machen. Der Rahmen ist so offen wie möglich und bietet für Menschen, denen Kontinuität und Verlässlichkeit als Angebot zwar wohl tun, diese aber selbst nicht unbedingt immer aufzubringen vermögen, eine Möglichkeit, in Kontakt mit anderen Kinofreunden zu kommen und gemeinsam einen Film zu schauen. Des öfteren sind von Psychiatrie betroffene Menschen in der schwierigen Lage, dass sie zwar eine Regelmäßigkeit wertschätzen, in der sie andere ansprechen können, aber die Stetigkeit, zu einem bestimmten Zeitpunkt regelmäßig einen Veranstaltungsort aufzusuchen, können sie nicht immer aufbringen. In dieser Hinsicht möchte das Filmforum die Aufgabe erfüllen, einen solchen Ort zu schaffen, der ein offenes Angebot macht, dass verlässlich da ist, den man zu einem festen Zeitpunkt besuchen kann, ohne dass mensch ihn jedoch durch die eigene Verlässlichkeit mittragen muss. Das Filmforum ist auch so da. Seine Besucher treffen sich nicht vorrangig als Betroffene oder Nichtbetroffene, sie treten in kein Abhängigkeits- oder Hilfe-Verhältnis, wenn sie miteinander einen Film ansehen wollen. Vielmehr treffen sie sich in der Erfahrung der Filmrezeption auf einer Augenhöhe, alle können gleichermaßen von ihren Assoziationen und Meinungen zu dem Film berichten. Für gewöhnlich sitzen die Gäste, nachdem die Lichter wieder angegangen sind, noch eine ganze Weile zusammen und reden über das, was ihnen im Zusammenhang mit dem Film wichtig erschienen ist. Und wer zuhause noch gerne redaktionell arbeiten möchte, kann dasfilmforum.jochen-schubert-1965.de nutzen. Es gibt keine Vorauswahl von Themen, alle Aussagen und Kommentare werden als subjektive und persönliche Erfahrungen und Auseinandersetzungen mit dem Film geachtet. Oft liegen die Erfahrungen nicht sehr weit auseinander, und wenn doch, so entsteht durch die Andersartigkeit der Erfahrung und das Verstehen im Dialog der unterschiedlichen Positionen ein Brückenschlag zwischen den Gästen, der in einer Hilfe-Beziehung in dieser Form nicht immer möglich ist. Das ist eine kleine Auswahl der Aufgaben und Schwerpunkte, die die Initiatorinnen und Organisatoren des Filmforums sich als Maxime ihres Projektes gesetzt haben.



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